| Etim Rosat | ||
| Herkunft: Spanien Region: Montsant (-Falset) Erzeuger: Agricola Falset Marca Rebsorte: Garnacha |
![]() |
![]() |
| Die Rebsorte „Garnacha“ Die rote Rebsorte Garnacha ist neben der Tempranillo die in Spanien am meisten angebaute Rotweinrebe. Je nach Region und besonders je nach Lebensalter der Rebstöcke bringt die Garnacha sehr unterschiedliche Weine hervor. Es können sich knochentrockene, herbe Weine ergeben oder duftige, füllige, tanninreiche Tropfen zum Genießen, die ein gutes Alterungspotenzial besitzen. Die Garnacha wird gerne mit anderen roten Rebsorten verschnitten (Coupage), um beispielsweise einen wichtigen Beitrag zum Aromagehalt oder zur Regulierung der Säurestruktur zu leisten. Es gibt in der Region Montsant, wie auch in der Nachbarregion Priorat über 100 Jahre alte Garnacha-Rebstöcke, die große Weine hervorbringen können. Die sogenannten „Weingelehrten“ streiten darüber, ob die Garnacha aus dem südlichen Rhonetal stammt (Grenache) oder in Spanien zuerst beheimatet war. Wie dem auch sei, sie ist für Spanien eine wertvolle, unverzichtbare rote Rebsorte, die auch feine, trockene, fruchtbetonte Rosados ergibt. Ein köstlicher, erfrischender Sommerwein. Salud ! Die Region „Montsant“ Die in Deutschland (leider) wenig bekannte Qualitätsweinregion liegt im südlichen Katalonien, in der Provinz Tarragona, etwa 100 km südwestlich von Barcelona. Das Terrain ist bergig/felsig. In den Ebenen und in den Tälern hat der Boden meist eine Kiesauflage mit fruchtbarem Untergrund, der die Feuchtigkeit gut bewahren kann. Zusammen mit den klimatischen Bedingungen (Festlandklima mit mediterranen Einflüssen) ist das „Terroir“ für Weinbau sehr gut geeignet. Allerdings ist die Bearbeitung der Hänge wegen der felsigen Struktur außerordentlich arbeitsintensiv und mühsam. Wie wird Rosado/Rosé-Wein hergestellt? Bei der Rotweinerzeugung werden die Weintrauben nach der Ernte zunächst entrappt, dabei zerquetscht und in einen Bottich/Gärtank geleitet, in welchem sie als Maische (zerkleinerte Beeren mit Haut, Kernen etc.) fermentieren und in der weiteren Weinbereitung Rotwein ergeben. Weißwein erhält man durch keltern/entsaften der entrappten Trauben. Hier wird nur der gewonnene, reine Saft (Most) vergoren. Eine Maischegärung findet nicht statt. Rosado/Rosé wird erzeugt, in dem man die Rotweinernte wie Weißweinernte behandelt. Keine Maischegärung, sondern eine reine Mostgärung der roten Trauben. Durch diese Behandlung erhält Rosado/Rosé auch nur wenig Farbstoff, gerade soviel, wie bei der Pressung/Entsaftung entsteht. Rosado/Rosé ist also eine Weinart, welche die Inhaltsstoffe der verwendeten roten Rebsorte nur „andeutet“ und deswegen eher feingliedrig und fruchtig schmeckt, weil z.B. Tannine in weit geringerem Maße enthalten sind, als bei Rotwein. |
||

